Der Council: fünf Berater statt einer Meinung
Frag Claude, ob deine Idee gut ist, und du bekommst eine Antwort in genau der Richtung, aus der du gefragt hast. Der Council-Skill lässt fünf Berater mit fünf verschiedenen Brillen antworten, die sich danach gegenseitig prüfen. Am Ende steht ein Urteil, kein Ja und kein Nein.
Ein Satz genügt.
Du schreibst „Frag den Council:“ vor deine Frage, den Rest macht der Skill.
Elf Durchläufe pro Frage.
Fünf Berater, fünf Prüfer, ein Vorsitzender. Deshalb nur für Entscheidungen, bei denen ein Fehler teuer wäre.
Kostenlos, aber nicht von uns.
Der Skill stammt von Ole Lehmann und baut auf Andrej Karpathys LLM Council auf. Wir zeigen dir den Weg, das Original liegt auf GitHub.
In fünf Minuten eingerichtet
Wo der Council wirklich fünf Berater startet
Der Skill startet Unteragenten. Das können Claude Code und Claude Cowork (die Agenten-Ansicht der Desktop-App). Im normalen Chat spielt Claude die fünf Rollen nacheinander in einer Antwort durch. Das Ergebnis hat dieselbe Form, aber die Berater arbeiten dann nicht getrennt, und das anonyme Gegenprüfen ist ein Rollenspiel statt einer echten Prüfung. Für den vollen Effekt nimm die Desktop-App.
In der Claude-App und im Browser
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Öffne das Repository aiwithremy/claude-skills-llm-council auf GitHub (Link unten), klick dort auf die Datei
SKILL.mdund lade sie über das Download-Symbol oben rechts herunter. Die README brauchst du nicht. - 2
Leg einen neuen Ordner mit dem Namen llm-council an und schieb die
SKILL.mdhinein. Der Name muss genau so lauten, weil Claude verlangt, dass der Ordner wie der Skill heißt. Der fertige GitHub-Download über „Download ZIP“ hat einen anderen Ordnernamen, damit klappt der Upload nicht. - 3
Pack den Ordner per Rechtsklick als ZIP. Wichtig: Der Ordner selbst muss die oberste Ebene im ZIP sein, nicht nur die Datei.
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Öffne in Claude die Einstellungen, dann Funktionen (englisch: Capabilities). Der Schalter Code-Ausführung und Dateierstellung muss an sein, sonst gibt es keine Skills.
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Geh zu Anpassen und dort zu Fähigkeiten oder Skills, je nach Sprachversion der App (englisch: Customize, Skills).
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Klick auf das Plus, wähl Fähigkeit hochladen (englisch: Create skill, dann Upload a skill) und dann dein ZIP.
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Der Skill steht jetzt in der Liste. Stell sicher, dass sein Schalter an ist, und probier ihn gleich mit dem Beispielsatz aus dem nächsten Abschnitt aus.
In Claude Code
In Claude Code sind Skills Ordner mit einer SKILL.md. Leg den Ordner unter ~/.claude/skills/llm-council/ ab (für dich) oder unter .claude/skills/llm-council/ im Projekt (für alle, die daran arbeiten). Beim nächsten Start ist er da. Noch einfacher: Gib Claude Code den Link zum Repository und bitte ihn, den Skill zu installieren. So empfiehlt es auch die Anleitung im Original.
Ein Satz vor deiner Frage
Der Skill hört auf feste Sätze. Auf Englisch sind das laut Skill-Beschreibung „council this“, „run the council on …“, „war room this“, „pressure-test this“, „stress-test this“ und „debate this“. Er springt außerdem auf echte Entscheidungsfragen an, etwa „Soll ich X oder Y?“, „Ich schwanke zwischen …“ oder „Was würdest du tun?“, wenn Einsatz und Optionen erkennbar sind. Auf Deutsch hat sich bewährt:
Frag den Council: Soll ich nebenbei KI-Workshops für kleine Firmen anbieten?
Gib dem Council Kontext mit: deine Situation, Zahlen, was auf dem Spiel steht. Je konkreter die Frage, desto konkreter das Urteil. „Frag den Council: mein Business“ bekommt eine Rückfrage, keine Antwort.
Wofür der Council gedacht ist
Für Fragen, bei denen ein Fehler teuer wäre: eine Preisentscheidung, ein Angebot, eine Positionierung, eine Einstellung, ein Nebenprojekt. Nicht für Faktenfragen, nicht für Texte, die du geschrieben haben willst. Wenn du die Antwort schon kennst und nur Bestätigung suchst, wirst du sie hier nicht bekommen. Das ist der Zweck.
Was du zurückbekommst
Die Frage aus dem Reel, einmal komplett durch den Council gelaufen. Das Urteil ist gekürzt, aber nicht geglättet.
Ich bin 38, angestellt im Marketing eines Maschinenbauers, 4.200 Euro netto. Ich nutze ChatGPT und Claude seit zwei Jahren täglich und überlege, nebenbei KI-Workshops für kleine Firmen anzubieten, Tagesworkshop 1.200 Euro. Noch keine zahlenden Kunden, zwei Firmen aus meinem Netzwerk haben Interesse. Soll ich das nebenbei starten?
Wo sich alle einig sind
Zwei Firmen, die Interesse signalisiert haben, sind kein Markt, sondern Höflichkeit unter Bekannten. Und bevor irgendetwas anderes passiert, gehört der Arbeitsvertrag auf Nebentätigkeit und Wettbewerbsverbot geprüft.
Wo sie streiten
Erst Beweise sammeln oder erst handeln? Drei Berater wollen zuerst einen zahlenden Kunden und den Vertragscheck, der Macher sagt: Handeln erzeugt die Beweise, diese Woche anrufen. Der Chancen-Sucher steht mit seiner Skalierungsthese allein, alle fünf Prüfer halten sie für die am wenigsten geerdete Antwort.
Blinde Flecken, die erst beim Gegenprüfen auffielen
Kein Berater hat Gewerbeanmeldung, Steuerpflicht und Berufshaftpflicht erwähnt. Keiner die Frage, ob Wissen aus dem Job sauber vom Arbeitgeber trennbar ist. Und keiner die Belastung: Vollzeit plus Wochenenden über Monate.
Die Empfehlung
Starten, aber in der Reihenfolge des Machers. Der Workshop lohnt sich schon beim ersten Durchlauf. Skalierung ist ein Thema für in einem Jahr, wenn drei bis fünf Workshops gelaufen sind.
Das Eine, das du zuerst tust
Arbeitsvertrag rausholen und auf Nebentätigkeits- und Wettbewerbsklausel prüfen. Heute, vor dem ersten Anruf.
Genau das ist der Unterschied zu einer einzelnen Antwort: Die Frage nach Gewerbe, Steuer und Haftung hat keiner der fünf Berater gestellt. Sie kam erst aus dem Gegenprüfen.
Skills sind neu für dich?
Der Council ist ein fertiger Skill. Wie Skills grundsätzlich funktionieren und wie du in drei Schritten deinen eigenen baust, steht in der Einsteiger-Anleitung.
Zu den Claude SkillsFünf Brillen und ein Vorsitzender
Eine Antwort ist eine Meinung
Claude antwortet dir in die Richtung, aus der du fragst. Nennst du deine Idee genial, sammelt er, was dafür spricht. Nennst du dieselbe Idee schrecklich, sammelt er, was dagegen spricht. Beide Male überzeugend, beide Male aus einer Richtung, und niemand im Raum widerspricht.
Was Karpathy gebaut hat
Andrej Karpathy hat Ende 2025 ein kleines Werkzeug veröffentlicht: Eine Frage geht an mehrere KI-Modelle, die Antworten werden anonymisiert und von den Modellen gegenseitig bewertet, ein Vorsitzender schreibt das Endergebnis. Der Kern ist das anonyme Gegenprüfen. Kein Modell weiß, wessen Antwort es bewertet, also kann keines seinem Lieblingsstil folgen.
Was der Skill daraus macht
Ole Lehmann hat die Methode in einen Claude-Skill übersetzt. Statt verschiedener Modelle arbeiten fünf Unteragenten von Claude mit fünf verschiedenen Denkstilen. Der Ablauf ist derselbe: fünf unabhängige Antworten, anonymes Gegenprüfen, ein Urteil. Alles läuft innerhalb von Claude, du brauchst keinen zweiten Dienst und keinen Schlüssel.
Die fünf Berater
Der Zweifler
The Contrarian
Geht davon aus, dass die Idee einen Haken hat, und sucht ihn. Kein Pessimist, sondern der Freund, der die Frage stellt, der du ausweichst.
Der Grundsatz-Denker
The First Principles Thinker
Ignoriert die gestellte Frage und fragt, welches Problem du eigentlich lösen willst. Manchmal ist seine wertvollste Antwort: Du stellst die falsche Frage.
Der Chancen-Sucher
The Expansionist
Sucht das Potenzial, das alle anderen übersehen. Risiko ist ihm egal, dafür ist der Zweifler da. Ihn interessiert, was passiert, wenn es besser läuft als gedacht.
Der Außenstehende
The Outsider
Kennt weder dich noch dein Fachgebiet und liest nur, was dasteht. Er findet die Stellen, die dir selbstverständlich vorkommen und für alle anderen unverständlich sind.
Der Macher
The Executor
Will nur wissen, ob sich das umsetzen lässt und was du Montag früh als Erstes tust. Eine brillante Idee ohne ersten Schritt fällt bei ihm durch.
Der Vorsitzende
The Chairman
Bekommt alle fünf Antworten und alle fünf Prüfungen und schreibt das Urteil in fester Form: wo sich der Rat einig ist, wo er streitet, welche blinden Flecken erst beim Gegenprüfen aufgefallen sind, die Empfehlung, und das Eine, das du zuerst tust. Er darf der Mehrheit widersprechen, wenn das bessere Argument bei der Minderheit liegt.
Der Ablauf in vier Schritten
Die Frage wird gerahmt
Claude liest zuerst, was in deinem Arbeitsbereich liegt, etwa Kontextdateien oder frühere Notizen, und formuliert deine Frage neutral um: Entscheidung, Kontext, Einsatz. Ohne eigene Meinung.
Fünf Berater antworten gleichzeitig
Jeder bekommt dieselbe Frage und die Anweisung, nicht auszugleichen. 150 bis 300 Wörter, voll in der eigenen Rolle. Die Ausgewogenheit kommt später, nicht hier.
Anonymes Gegenprüfen
Die fünf Antworten werden zu A bis E gemischt. Fünf Prüfer sehen alle fünf und beantworten drei Fragen: Welche ist die stärkste? Welche hat den größten blinden Fleck? Was haben alle übersehen?
Das Urteil
Der Vorsitzende fasst zusammen. Du liest das Ergebnis direkt im Chat, in fünf Abschnitten, mit einer klaren Empfehlung und einem ersten Schritt.
Der Council als Prompt
Du willst oder darfst keinen Skill hochladen? Dann kopier diesen Prompt in einen neuen Chat und setz deine Frage in die letzte Zeile.
Beantworte meine Frage nicht direkt. Lass zuerst fünf Berater unabhängig voneinander antworten, jeder 150 bis 200 Wörter, jeder voll in seiner Rolle, ohne auszugleichen: 1. Der Zweifler: sucht den Fehler und geht davon aus, dass die Idee einen Haken hat. 2. Der Grundsatz-Denker: fragt, welches Problem ich eigentlich löse, und ob ich die richtige Frage stelle. 3. Der Chancen-Sucher: sucht das Potenzial, das alle übersehen, Risiko ist ihm egal. 4. Der Außenstehende: kennt mich nicht und liest nur die Frage, er nennt, was er nicht versteht. 5. Der Macher: will nur wissen, was ich Montag früh als Erstes tue. Dann lass fünf Prüfer die Antworten bewerten, ohne zu wissen, wer was geschrieben hat: Welche ist die stärkste? Welche hat den größten blinden Fleck? Was haben alle übersehen? Zum Schluss schreib als Vorsitzender das Urteil mit genau diesen Überschriften: Wo sich alle einig sind. Wo sie streiten. Blinde Flecken, die erst beim Gegenprüfen auffielen. Die Empfehlung. Das Eine, das ich zuerst tue. Meine Frage: [hier deine Frage mit Kontext, Zahlen und Einsatz]
Das ist kein Ersatz für den Skill, aber nah dran. Der Unterschied: Hier arbeitet ein Claude in einer Antwort, beim Skill arbeiten elf getrennte Durchläufe. Für eine schnelle Zweitmeinung reicht der Prompt, für eine große Entscheidung nimm den Skill.
Was der Council nicht kann
Der Council macht Claude nicht unfehlbar
Alle fünf Berater sind derselbe Claude mit verschiedenen Anweisungen. Was Claude nicht weiß, weiß der Council auch nicht. Er sorgt dafür, dass eine Entscheidung aus fünf Richtungen angeschaut und gegengelesen wird, nicht dafür, dass Fakten stimmen.
Elf Durchläufe kosten
Ein Council-Lauf braucht grob elfmal so viel wie eine normale Antwort. Auf einem kostenlosen oder kleinen Plan stößt du damit schnell an das Limit. Nimm ihn für die Fragen, bei denen es sich lohnt.
Der Council fragt zurück
Bei einer vagen Frage stellt der Skill eine Rückfrage, bevor er startet. Das ist gewollt. Gib Kontext mit, dann sparst du dir die Runde.
Kurz beantwortet
Original und Quellen
Eine zweite Meinung ist schnell geholt
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Der Council-Skill ist ein Werkzeug von Ole Lehmann, die Methode stammt von Andrej Karpathy. Die KI Agenten Werkstatt steht mit beiden in keiner Verbindung. Die Anleitung entspricht dem Stand vom 10. September 2026. Menüs und Funktionen in Claude können sich ändern. Claude ist ein Produkt von Anthropic. Diese Seite ist ein unabhängiges Angebot der KI Agenten Werkstatt und steht in keiner Verbindung zu Anthropic.